4 entscheidende Best Practices für Ihren Mobile Commerce

Ein responsiver Shop reicht nicht aus, um im Mobile Commerce erfolgreich zu sein. Wir zeigen Ihnen, welche vier Aspekte unbedingt Teil Ihrer Mobile-Commerce-Strategie sein sollten.
Die wichtigsten 4 Tipps für Mobile Commerce

Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass wir alle irgendwann Tausende von Läden in unserer Hosentasche mit uns herumtragen? Dank mobile Commerce können wir heute – solange eine stabile Internetverbindung besteht – von jedem denkbaren Ort der Welt zu jeder Tages- und Nachtzeit Produkte im Internet kaufen.

Für Betreiber von Onlineshops ist mobile Commerce eine große Chance, aber auch eine Herausforderung. Denn den eigenen Shop lediglich responsiv zu gestalten, reicht nicht mehr aus.

Um im Mobile Commerce wirklich erfolgreich zu sein, braucht es mehr als das. Nämlich eine durchdachte Strategie, um das Einkaufserlebnis für mobile Kunden zu verbessern. Gelingt das, winken höhere Konversionsraten und eine bessere Kundenbindung.

In diesem Beitrag geben wir Ihnen Tipps, wie Sie eine erfolgreiche Mobile-Commerce-Website gestalten.

Was war nochmal Mobile Commerce?

Das Konzept des Mobile Commerce lässt sich auf einen Satz herunterbrechen: Wenn etwas über ein mobiles Gerät (Smartphone oder Tablet) im Internet gekauft wird, ist das Mobile Commerce.

Warum greifen Kunden immer häufiger zu ihren mobilen Endgeräten, wenn sie etwas im Internet kaufen möchten? Weil es bequemer ist, das Smartphone an Ort und Stelle zu zücken. Anders als Computer oder Laptop haben die meisten Menschen ihr Handy stets an sich. Komfort ist der Haupttreiber fürs Shopping über Mobile Commerce.

Grundsätzlich lässt sich jeder Onlineshop auf einem mobilen Gerät darstellen. Idealerweise ist ein mobiler Shop aber so aufgebaut, dass Kunden ihn auch auf einem Smartphone oder einem Tablet optimal nutzen können. Schließlich sind diese Geräte deutlich kleiner als ein PC oder ein Laptop. Noch dazu nutzt man Smartphones meist hochkant. Diese beiden Tatsachen müssen bei der mobilen Ansicht eines Onlineshops unbedingt berücksichtigt werden.

Das gleiche gilt für den Aspekt Komfort. Kunden sollten nicht nur reibungslos mobil bestellen, sondern auch Angebote durchstöbern und Preise vergleichen können. Das Shopping-Erlebnis sollte also auf Smartphones genauso angenehm sein wie am Desktop.

Vorteile von Mobile Commerce

Die Vorteile von Mobile Commerce sind eindeutig:

  • Besseres Shopping-Erlebnis: Nutzer brauchen weder Laptop noch Desktop, sie können überall und jederzeit bequem und flexibel einkaufen.
  • Größerer Kundenstamm: Mobile Commerce macht Onlineshops auch Kunden zugängig, die keinen eigenen PC oder Laptop besitzen.
  • Mehr Marketingmöglichkeiten: Besonders beim Einsatz einer mobilen Shopping-App erweitern sich die Marketingmöglichkeiten für das Unternehmen. Es kann so gezielte und personalisierte Angebote für Kunden erstellen.
  • Wettbewerbsvorteil: Eine eigene Shopping-App, aber auch ein gut funktionierender, benutzerfreundlicher mobiler Onlineshop kann ein entscheidender Vorteil gegenüber den Mitbewerbern der Branche sein.

Die 4 wichtigsten Best Practices für eine optimierte Mobile Commerce Seite

Mobile Commerce ist immer noch E-Commerce. Shopbetreiber müssen für das mobile Geschäft keine radikal andere Strategie erarbeiten. Allerdings gilt es einige Aspekte zu beachten, um das Potenzial des Mobile Commerce voll ausschöpfen zu können.

Warum? Weil das Design des Shops aufgrund der Darstellung auf mobilen Endgeräten anders ist und weil sich mobil Shoppende mitunter anders verhalten als im Desktop-Shop.

Die wichtigsten Aspekte einer effektiven Mobile-Commerce-Strategie sind Usability, SEO, Content und Bezahlprozess.

Usability: Touchscreen-Freundlichkeit an erster Stelle

Die Usability eines Online-Shops ist immer wichtig. Aber besonders, wenn der Kaufprozess auf einem Bildschirm durchgeführt wird, der nur so groß wie eine Hand ist. Die Nutzerfreundlichkeit ist der entscheidende Faktor für die Conversionrate im Mobile Commerce.

Zu beachten sind u. a. folgende Punkte:

  • Touchscreen-Freundlichkeit: Kunden wollen nicht ständig zoomen oder scrollen müssen, um Produkte aufzurufen oder Informationen zu finden. Deshalb sollten Schaltflächen und Links mobil größer dargestellt werden, damit man sie besser nutzen kann. Schließlich klicken Menschen am mobilen Endgerät nicht mit einer Maus, sie tippen mit (weniger präzisen) Fingern.
  • Menüführung: Das schlägt sich auch in den Menüs wieder. Das Navigationsmenü muss gut sichtbar und leicht erreichbar sein. Es sollte vereinfacht werden, weil mehrere Untermenüs mit den Fingern schwer zu öffnen sind.
  • Suche & Filter: Wie am Desktop auch wollen Kunden mobile Onlineshops durchsuchen und das Sortiment filtern können. Auch das muss reibungslos und ohne Fehlklicks möglich sein.
  • Ladezeit: Je schneller eine Website geladen wird, desto wahrscheinlicher sind Käufe. Denn lange Wartezeiten frustrieren Nutzer beim Shopping und führen dazu, dass sie die Seite wieder verlassen. Shopbetreiber sollten also auf komprimierte Bilder, eine optimierte Performance und effizienten Code achten.

Mobile SEO: Mobil-freundliche Shops ranken besser

Usability und Ladezeit sowie strukturierte Daten sind auch in einem anderen Zusammenhang von großer Wichtigkeit: Suchmaschinenoptimierung. Google berücksichtigt bei der Indexierung und beim Ranking von Websites auch zunehmend mehr deren mobile Versionen. Wer diesen Rankingfaktor beachtet, kann den eigenen Shop in den Suchergebnissen weiter oben platzieren. Wer es nicht tut, riskiert Traffic und Umsatz einzubüßen.

Zu konkreten Maßnahmen für optimales mobiles SEO gehören:

  • 404-Fehlerseiten vermeiden: Falls mobile User auf einer Desktop-Seite landen, sollten Sie keine 404-Seite angezeigt bekommen, sondern auf die entsprechende mobile URL weitergeleitet werden.
  • Keine Blockierung von JavaScript & Co.: Wenn der Bot von Google nicht auf JavaScripts, CSS oder Bilder zugreifen kann, will diese durch die robots.txt-Datei blockiert sind, werden Webseiten nicht richtig dargestellt und so schlechter bewertet.
  • Irrelevante Verlinkungen meiden: Mobile Seiten sollten nicht per Link auf Desktop-Seiten und umgekehrt verweisen. Denn die Suchmaschine bewertet solche Verlinkungen als irrelevant und straft die Webseiten ab.
  • Flash-Player-Inhalte ausblenden: Videos, die mit dem Adobe Flash Player abgespielt werden müssen, funktionieren auf mobilen Geräten nicht. Deshalb sollte ein mobiler Shop solche Inhalte nicht darstellen.
  • Schnelle Ladezeiten: Auch auf das mobile SEO-Ranking zahlt sich die Ladegeschwindigkeit Ihres Onlineshops aus. Deshalb auch an dieser Stelle der Hinweis, die mobile Version Ihres Onlineshops dahingehend zu optimieren.

Content: Weniger ist mobil mehr

Wenn der Platz, um Inhalte darzustellen, beschränkt ist, muss man sich auf das Wesentliche konzentrieren. Deshalb sollten die Inhalte in mobilen Onlineshops reduziert werden.

Bei Bildern gilt: Qualität vor Quantität. Noch dazu dürfen die Dateien nicht zu groß sein, damit sie die Ladezeit der Seite nicht beeinträchtigen. Dennoch sollten Nutzer die Möglichkeit haben, Produktbilder zu vergrößern, um Details betrachten zu können.

Bezahlprozess: Sichere und bequeme Transaktionen

Der Checkout-Prozess im Mobile Commerce sollte ebenfalls optimiert, sprich: komprimiert, werden. Transaktionen sollten für Nutzer durch klare Anweisungen und minimale Formularfelder so einfach wie möglich sein. Das dient der Steigerung der Conversionrate. Kunden müssen außerdem zu jedem Zeitpunkt das Gefühl haben, dass Transaktionen in Ihrem Onlineshop sicher sind.

Wie auch im konventionellen E-Commerce sollte der Kundschaft verschiedene Zahlungsarten zur Auswahl stehen. Wichtig ist, dass sie bezahlen können, ohne dass ihnen Umstände entstehen (wie etwa an ein anderes Gerät wechseln zu müssen). Die Integration von mobilen Zahlungsarten wie Apple Pay oder Google Pay macht das möglich.

Oder doch lieber eine Shopping App entwickeln?

Neben der Möglichkeit, den eigenen Onlineshop responsiv und mobil-freundlich zu gestalten, können E-Commerce-Unternehmen auch auf eine eigene native App setzen. In einem früheren Artikel haben wir uns bereits mit der Frage beschäftigt, ob ein responsiver Onlineshop oder eine Shopping App besser für den Mobile Commerce geeignet ist.

Die Vorteile einer App überwiegen im direkten Vergleich klar. Sie ist zwar nicht für jeden Onlinehändler eine lohnende Investition, aber für viele. Denn sie liefert die bestmögliche Performance, weil Kunden sie direkt auf ihren Smartphones nutzen. Apps können somit auf Funktionen des Betriebssystems der mobilen Endgeräte zugreifen und ein besseres Shopping-Erlebnis bieten. Denn die App hat Zugriff auf Gerätefunktionen wie Kamera und GPS. Außerdem lässt sich mit einer mobilen Shopping-Anwendung die Benutzererfahrung weiter personalisieren, etwa durch Push-Mitteilungen.

Fazit: Hinter erfolgreichem Mobile Commerce steckt eine durchdachte Strategie

Um möglichst viele Kunden, die über mobile Geräte shoppen, zu erreichen, sollten Onlinehändler ihren Shop nicht lediglich responsiv machen. Sondern ihn strategisch auf die mobile Nutzererfahrung ausrichten. Denn so können sie Conversions verbessern und im großen (und wachsenden) Markt des mobilen E-Commerce Erfolge feiern.

Sie möchten Ihre Mobile-Commerce-Strategie angehen oder suchen nach einer App für Ihren Onlineshop? Wir sind Experten für das Thema! Lassen Sie sich unverbindlich von uns beraten.

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